Vermeldet Ableben von "Radiopirat Schawinski"

Tages-Anzeiger/Newsnet - Medienpionier ist entsetzt.

"Radiopirat Roger Schawinski würde sich wohl im Grab umdrehen, wenn er das noch mitbekommen müsste", kann man heute im Stadtblog des Newsnet nachlesen.

Keine Panik: Der Medienpionier ist nicht verstorben, sondern erfreut ist bester Gesundheit. Warum jetzt diese brachiale Ankündigung?

Der Autor des Stadtblogs, Réda El Arbi, bemängelt in seinem Text  die – Zitat - "erbärmliche Kampagne" von Radio 24, welche – so seine Vermutung – dem Gründervater des Senders überhaupt nicht gefallen würde.

Roger Schawinski zeigt sich über die Verkündung seines Ablebens verblüfft. "Dabei handelt es sich um einen besonders peinlichen Versuch, Klicks zu holen", sagte der Medienmann gegenüber persoenlich.com. Es zeige, wozu Internetmedien in der heutigen Zeit fähig seien. "Irgendwelche unbedarften Schnösel, die sich schampar cool geben wollen, erhalten auch von etablierten Medien eine grosse Plattform, die sie ohne Sinn und Verstand nutzen dürfen."

Der Stadtblog löste die "Todesnachricht" nicht auf der Startseite des Portals, sondern erst im letzten Satz des Textes auf: "Der Radiopirat Schawinski starb in den 90ern und machte dem selbstverliebten, erfolgreichen Medienfutzi Roger Schawinski Platz."

Um 15 Uhr reagierte die Newsnet-Reaktion und nahm den Text kurzzeitig von der Seite. Zehn Minuten später erschien der Blogeintrag in einer abgeschwächten Version - ohne Radiopirat im Grab.

Übrigens: Zur Werbeaktion seines ehemaligen Senders wollte sich Schawinski, heute Betreiber der Sender Radio 1 und Radio 105, nicht äussern. (ma/as)

Bild: Keystone