Der knapp drei Monate nach der Verhandlung gegen Jörg Kachelmann ausgeschiedene Verteidiger Reinhard Birkenstock wartet noch immer auf sein Honorar. Das hat die Zeitung "Der Sonntag" aus einer zuverlässigen Quelle erfahren. Es soll sich dabei um eine Gesamtsumme von rund einer halben Million Franken handeln. Dabei enthalten ist das Honorar für Birkenstock, seine ebenfalls für das Verfahren arbeitende Frau und für in Auftrag gegebene Privatgutachten.
Kachelmann zeigte sich damals unzufrieden darüber, dass Birkenstock weitere Einvernahmen von Ex-Freundinnen des TV-Moderators nicht verhindern konnte und sich das Verfahren damit in die Länge zog. Die Überraschung war gross, als Kachelmann kurzerhand den Anwalt auswechselte und den streitbaren Juristen Johann Schwenn an Bord holte. Es wird geschätzt, dass Kachelmann insgesamt Anwalts- und Gutachterkosten in der Höhe von weit über einer Million Franken entstanden.
Wie die Zeitung weiter berichtet, will Kachelmanns Meteomedia die verschobene Weihnachtsfeier nun im Juni nahe dem Firmensitz in Gais AR nachholen, wie Mitarbeiter berichten. Weder dazu noch auf Hinweise, dass der TV-Moderator seit Monaten an einem Buch über die Zustände in deutschen Haftanstalten schreibt, wollte Kachelmann Stellung nehmen. Die von ihm engagierte PR-Firma Farner liess lediglich verlauten: "Jörg Kachelmann wird ab sofort seine Kraft wieder ganz der Meteomedia Gruppe widmen können."