Die Video-Community YouTube gewinnt als Informationsquelle für Nachrichtenorganisationen zunehmend an Bedeutung. Um diesen in Zeiten schrumpfender Redaktionen einen einfacheren Zugang zu dem von sogenannten "Bürgerjournalisten" produzierten Videomaterial zu verschaffen, hat das Portal nun einen neuen Service namens "You Tube Direct" vorgestellt. Das sich derzeit noch in einer Testphase befindliche Tool erlaubt es News-Häusern, interessante Clips direkt bei den Usern anzufordern, auf ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen und auf den eigenen Seiten wieder neu zu veröffentlichen.
"Die Menschen nehmen heute einfach ihre Kameras in die Hand und berichten über kleine oder grosse Ereignisse -- von der Dokumentation globaler Events bis hin zu Nachbarschaftssitzungen im lokalen Gemeindezentrum ist dabei alles vertreten", stellt Steve Grove, Head of News and Politics bei YouTube, gegenüber dem "Guardian" fest. Mithilfe von YouTube Direct sei es Nachrichtenorganisationen nun möglich, auf einfache Art und Weise Kontakt zu den Bürgerjournalisten herzustellen, um so schnell wie möglich an frisches Material heranzukommen, das für die eigene Berichterstattung interessant ist.
Bis YouTube Direct allen interessierten News-Organisationen zur Verfügung steht, wird allerdings wohl noch einige Zeit vergehen. Derzeit befindet sich der Service noch in einer frühen Betaphase. Ein erster Testlauf, den YouTube gemeinsam mit der "Huffington Post" durchgeführt hat, verlief durchwegs positiv. (pte)