Videobilder aus Nepal dem Tibet zugeordnet

SF - "10vor10" entschuldigt sich für Verwechslung.

Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hatte am Sonntag westlichen Fernsehsendern, Zeitungen und deren Online-Angeboten vorgeworfen, Tatsachen verfälscht zu haben. Mehrere Medien haben nach der Kritik aus China Fehler bei der Berichterstattung eingeräumt. Die privaten deutschen Fernsehsender n-tv und RTL bedauerten, Bilder in einen falschen Zusammenhang gestellt zu haben.

Das Schweizer Fernsehen hatte sich bereits am vergangenen Dienstag auf seiner Internet-Seite für am Vortag in der Sendung "10vor10" ausgestrahlte Bilder entschuldigt. Diese Bilder zeigten Ausschreitungen zwischen Exiltibetern und Sicherheitskräften in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Die Bilder seien auf Grund einer Verwechslung als Bilder aus der tibetischen Hauptstadt Lhasa bezeichnet worden, schrieb "10vor10"-Redaktionsleiter Hansjörg Utz.

Die Videosequenzen aus Nepal wurden auch auf anderen Sendern Tibet zugeordnet, was die chinesische Staatsagentur Xinhua kritisierte. Zudem seien Fotos aus Lhasa in einen falschen Zusammenhang gestellt worden. Kritisiert wurden unter anderen die US-Fernsehsender CNN und Fox TV, die "Washington Post" und die "Berliner Morgenpost". Von Medien aus den USA gab es zunächst keine Reaktionen auf die Vorwürfe. (sda)