Vier Gründe, warum wir traurig sind

Aus für den Blick am Abend - Ringier stellt die Printausgabe von «Blick am Abend» ein. persoenlich.com schaut zurück auf zehn Jahre «leichtfüssigen Boulevard» in Brombeerfarbe und präsentiert dazu, Sie ahnen es, ein Listicle.

1. Adé «Schnügel des Tages» & Co.

Kurz bevor man den «Blick am Abend» fertig durchgeblättert hat, kommen die Seiten «Community». Dass hier viele Leser besonders lange verweilen, war immer wieder in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu beobachten. Besonders beliebt, so unsere Vermutung, dürfte die Rubrik «Schnügel des Tages» gewesen sein, in der ein Haustier einer Leserin oder eines Lesers abgebildet wird. In der Ausgabe vom Dienstag etwa ist es Nico Weise aus Pfungen, der ein Bild seiner Tara eingeschickt hatte. Sein Hündchen sei farblich auf den Teppich abgestimmt – oder umgekehrt, ist da zu erfahren.

Vermissen werden wir auch die Rubrik «Die Singles des Tages». In der neusten Ausgabe vom Mittwochabend sucht Priska (33) «einen grossen und starken Mann, der ehrlich ist» und Tobias (19) wünscht sich «eine stressfreie Frau, die Humor hat». Leichter Lesestoff, wie es das Konzept vorsah, bot zudem das «Schatzchäschtli». «Gester (16:30) im Altersheim Zumipark, bisch din Opa go bsueche, ich ha dete gschaffed. Meld dich! <3», ist da beispielsweise zu lesen. Wurden wir hier gerade Zeugen vom Anfang einer ganz grossen Liebesgeschichte?



2. Keine News mehr aus Absurdistan

Die Rubrik ganz vorne im Blatt verblüffte mit ihrer Bezeichnung. Aus einem Ort namens Absurdistan zu berichten, ist erstens völlig sinnfrei, und zweitens von dort tatsächlich auch noch Neuigkeiten zu liefern: Das dürfte die hohe Kunst des «leichtfüssigen Boulevards» sein, dem sich das Blatt in seinen zehn Jahren Lebensdauer verschrieben hatte.


3. Noch weniger Vielfalt


4. Werbung für den «Blick» fehlt