Der britische Medienkonzern Virgin Media zeigt Interesse an einem Kauf des Männermagazins Playboy. Bereits seit längerem kursieren Gerüchte, dass der 83-jährige Heftgründer und Haupteigentümer Hugh Hefner sich von Playboy Enterprises, dem Konzern rund um das weltberühmte Magazin, trennen will. Nun scheint Milliardär Sir Richard Branson, Chef der Virgin Group, offenbar Kaufabsichten zu signalisieren, berichten britische sowie US-Medien. Experten schätzen den möglichen Preis auf rund 300 Mio. Dollar.
Playboy Enterprises steckt derzeit in einer tiefen finanziellen Krise. Zuletzt verzeichnete Playboy in den USA für das erste Quartal dieses Jahres einen Verlust von 13,7 Mio. Dollar bzw. 41 Cent pro Aktie. Anfang März kam die Aktie auf nur noch 1,15 Cent. Die jüngsten Spekulationen um einen möglichen Verkauf hoben den Kurs am Dienstag jedoch um 3,8 Prozent auf 2,98 Dollar an. Offizielle Bestätigung für das Kaufinteresse von Virgin gibt es bislang keine. Interimschef Jerome Kern sagte aber schon Anfang des Monats, dass das Unternehmen jede Maßnahme begrüße, die den Aktienwert steigern könne.