VJs -- Wer sind sie, wie arbeiten sie

Studie - Ausbildung und Arbeitsweise von Videojournalisten untersucht.

Durch Tele Züri ist der Begriff des VJs einem breiten Publikum bekannt gemacht worden. Der Videojournalist ist Reporter, Kameramann und "Tönler" in einem. Mit dem Aufkommen der regionalen Privatsender startete der Videojournalismus auch in der Schweiz seinen Siegeszug. Nun liegt mit "Videojournalisten -- Alleskönner für das Fernsehen" von Ruedi Studer eine "erste systematische Studie" (Telesuisse-Präsident Filippo Lombardi im Vorwort) vor, wie die Mittelland Zeitung vermeldet. Herausgeber der Studie ist SSM und Telesuisse.

Die Studie widmet sich primär der Ausbildung und dem beruflichen Werdegang, den Arbeitsbedingungen und der Berufseinstellung von VJs. So erfährt man, dass 16 Prozent der VJs über einen Berufschulabschluss, 25 Prozent der Befragten die Mittelschule oder das Lehrerseminar absolviert haben und 45 Prozent eine universitäre Ausbildung vorweisen, wobei allerdings 27 Prozent das Studium vorzeitig abgebrochen haben. Die Reporter haben sich laut der Studie die journalistischen Kenntnisse mehrheitlich "on the job" angeeignet.

Die Untersuchung ergab auch, dass ein VJ weniger verdient als ein Kollege in der Printbranche, was sich durch die wirtschaftliche Lage mancher Privatsender erklären lasse. Auch die Arbeitsbelastung ist hoch. So arbeiten Vollzeitangestellte im Schnitt 50 Stunden pro Woche. Trotzdem bewerten 92 Prozent der befragten VJs ihre Berufszufriedenheit als positiv.