Der Entscheid von Radio DRS, volkstümliche Musik nicht mehr auf UKW zu senden, löste einen Sturm der Entrüstung aus. Für Empörung sorgte unter anderem die Annahme, dass Liebhaber der Volksmusik praktisch zum Kauf eines DAB-Empfängers gezwungen würden. Gar die Politik wurde aufgrund der Proteste eingeschaltet: Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVZ) des Nationalrats forderte eine Aussprache mit SRG-Generaldirektor Armin Walpen. Diese finden heute Montag statt.
Was beim ganzen Wirbel in den vergangenen Wochen häufig unterschlagen wurde: Die Musikwelle wird auch nach der Programmänderung im Februar 2008 wie bisher analog ab Kabel zu empfangen sein. Dies macht Swisscable, der Verband der Kabelnetzbetreiber, am Montag in einer Pressemitteilung klar. Die Möglichkeit, Radio via Kabel zu hören, stehe in mehr als 80 Prozent aller Haushalte zur Verfügung. Voraussetzung sei allein, dass der Haushalt an das lokale Kabelnetz angeschlossen ist und über eine oder mehrere Kabeldosen verfügt.