Treue Zuschauerinnen und Zuschauer dürften die Nervosität gespürt haben. Nach 34 Jahren bei «SRF Meteo» hat Thomas Bucheli am Mittwochabend seine letzte Sendung moderiert. Stockte der Redefluss zu Beginn der Ausstrahlung noch etwas, fand der langjährige «Meteo»-Chef seinen Rhythmus, sobald die ersten Karten eingeblendet wurden.
Im Interview mit persoenlich.com sagte Bucheli, er gehe davon aus, dass sich das Team für seine Dernière etwas einfallen lassen werde. Eine erste kleine Geste liess nicht lange auf sich warten: Auf der Schweizer Karte, wo sonst jeweils Ortschaftsnamen eingeblendet werden, stand «Lieber Thomas, vielen Dank für alles, dein Meteo-Team» – jedes Wort platziert wie eine Ortschaft.
Am Schluss der Wochenprognose schlossen sich aktuelle und ehemalige Mitglieder der Meteoredaktion Bucheli auf dem Dach an. Sie hielten ein Transparent mit der Botschaft: «Danke Thomas, das Wetter bleibt, aber du wirst fehlen.»
«Mehr als 30 Jahre Wetter – du bist eine lebende Legende», würdigte der neue «Meteo»-Chef Gaudenz Flury seinen Vorgänger. Als Abschiedsgeschenk liess sich das Team etwas Ungewöhnliches einfallen: eine Nebelmaschine. «Du liebst Nebel. Wir dachten, wir könnten dir den Nebel schenken», so Flury. Das Gerät liess sich allerdings nicht auf Anhieb einschalten. «Ich stelle fest, dass die Nebelmaschine, wie bei den Prognosen, nicht immer bringt, was man erwartet», witzelte Bucheli.
Er sei in seiner ersten Sendung weniger nervös gewesen als in der letzten, sagte Bucheli, bevor er sich beim Publikum für das Vertrauen bedankte und sich ein letztes Mal vom «Meteo»-Dach verabschiedete.