Volleyball-Präsident kritisiert Monopolstellung

SRG - "SRG versucht, ihre Stellung auszunutzen."

Der Präsident des Internationalen Volleyball-Verbandes FIVB Ruben Acosta erhebt schwere Vorwürfe gegen die SRG. So hätte er die Beachvolley-WM 2007 gerne in Gstaad, wie er dem Blick versichert. Man habe die Anforderungen an diese Kandidatur sogar gesenkt, "das Problem ist aber das Schweizer Fernsehen, das keinen Vertrag mit der FIVB unterschreiben will", klagt Acosta im Blick. Ohne Host-Broadcasting gäbe es keine WM.

Acosta fordert Bilder von jedem Spiel auf dem Centre-Court, zudem müssen Halbfinals und Finals live übertragen werden. "Das ist doch nicht zu viel verlangt! Aber die SRG ist eine Monopolistin und versucht, ihre Stellung auszunützen", so Acosta im Blick.

Die SRG zeigt sich über die Äusserungen Acostas befremdet. Sie erachtet es nicht als angebracht, zum Inhalt des Interviews direkt Stellung zu nehmen. "Wir haben pro Jahr über 100 Verträge mit Veranstaltern, Verbänden und Vereinen im In- und Ausland. Darum sind wir in der Lage, ein Urteil fällen zu können, und sind der Meinung, dass das Verhalten des FIVB -- insbesondere gegenüber den Gstaader Organisatoren und Swiss Volley -- respektlos ist", erklärt Adrian Boss, Verantwortlicher für Sportrechte bei der SRG, auf Anfrage von "persoenlich.com".