Die jungfreisinnigen schweiz (jfs) werfen der SF-Konsumentensendung "Kassensturz" vor, sie habe sich für den Wahlkampf der SP instrumentalisieren lassen und habe "mit dem längst ausgelutschten Thema 'Rentenklau' versucht, seine sinkenden Quoten zu stabilisieren." So der Wortlaut in einer Pressemitteilung vom Mittwoch.
2004 verankerte das Parlament eine Regelung im Gesetz, nach welcher die Versicherten an den Überschüssen der Versicherungen bei den Pensionskassengeldern beteiligt werden, und ihr Anteil am Überschuss mindestens 90 Prozent betragen soll. Erwirtschaften die Versicherungen mit Rentengeld Gewinn, sollen auch die Arbeitnehmer davon profitieren.
Da nun die ersten Zahlen für das Jahr 2005 vorliegen, schaute der "Kassensturz" nach und kam zum Schluss, dass ein Grossteil der Gewinne immer noch in die Taschen der Versicherungskonzerne fliesst und nicht auf das Konto der versicherten Arbeitnehmer. "Die Vorwürfe decken sich genau mit der Kampagne der SP", meinen die Jungfreisinnigen, "es ist schlichtweg ein Skandal. Es erklärt zudem die ständige Bereitschaft der Linken, das Staatsfernsehen mit Steuergeldern auszubauen."