Allianz Pro Medienvielfalt
«Der Abbau von 900 Vollzeitstellen bei der SRG ist dramatisch. Er ist die Folge des politischen Drucks, was zu einer deutlich spürbaren Schwächung des öffentlichen Rundfunks führt. Dabei sei gerade in unsicheren Zeiten eine starke, unabhängige SRG unverzichtbar. Umso wichtiger sei es nun, den drohenden Kahlschlag durch die SRG-Halbierungsinitiative mit vereinten Kräften zu verhindern».
Aktion Medienfreiheit
«Dass sich die SRG endlich wieder auf ihren Kernauftrag konzentriert, ist unumgänglich. Es ist nicht in Ordnung, dass sie mit Zwangsgebühren private Unternehmen konkurrenziert, die sich über Werbe- und Abonnementseinnahmen refinanzieren müssen. Dass die Konzentration auf den Konzessionsauftrag mit einem Abbau von Stellen verbunden sein muss, liegt auf der Hand. Insofern gehen die angekündigten Massnahmen in die richtige Richtung. Nun gilt es darauf zu achten, dass die SRG diese Massnahmen dann auch tatsächlich umsetzt. Unser Ziel bleibt die Abschaffung der Mediensteuern für Unternehmen, ebenso wie die Senkung der Haushaltsabgabe auf 200 Franken. Wie die Sparvorschläge der SRG zeigen, wurde das Problem erkannt, und unser Ziel ist realistisch.»
Gewerkschaft Syndicom
«Der Abbau bei der SRG ist massiv und verheerend. Er ist das Resultat des Angriffs des SVP-Medienministers auf die SRG, der auch die sogenannten Halbierungsinitiative mitlanciert hat. Wird diese Initiative angenommen, drohen nochmals hunderte, wenn nicht tausende Jobs bei der SRG, aber auch bei den privaten Radio- und TV-Stationen zu verschwinden. Deshalb rufen wir alle, die für gute Berichterstattung und starke Medien stehen, am 8. März klar Nein zur Halbierungsinitiative zu sagen!»
Mediengewerkschaft SSM
«Die heute kommunizierte Streichung von insgesamt 900 Vollzeitstellen bis 2029 ist die direkte Folge politischer Entscheide, namentlich der Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung (RTVV), die der Bundesrat im Juni 2024 verabschiedet hat – jeder Stellenabbau ist bedauerlich. Der Stellenabbau ist auf die Reduktion der Abgabe für Radio und Fernsehen auf 300 CHF zurückzuführen. Für das SSM ist klar: Ein solcher Abbau schwächt die Medienvielfalt und die journalistische Grundversorgung in allen Regionen. Bezüglich des Konsultationsverfahrens ist entscheidend, dass es substanziell und nicht nur formell geführt wird. In den kommenden Tagen werden weitere und spezifische Details in den Regionen präsentiert, die in unsere Beurteilung einfliessen werden, welche Rolle das SSM in diesem Verfahren einnehmen kann. Es ist wichtig, dass man jetzt auch im Interesse der Belegschaft handelt, im Rahmen des Sozialplans, für die Menschen, die gehen müssen, und für jene, die bleiben und den gleichen Konzessionsauftrag erfüllen sollen.» (spo)