Der Vorsitzende des iranischen Journalistenverbandes, Maschallah Schamsolwaesin, ist zu 16 Monaten Haft verurteilt worden. Er habe die Strafe wegen "Untergrabung" des islamischen Systems und "Beleidigung" von Präsident Mahmud Ahmadinedschad erhalten, sagte Schamsolwaesin am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. "Ich habe ein Jahr wegen Untergrabung des Regimes bekommen, weil ich ausländischen Nachrichtenagenturen und TV-Sendern Interviews gegeben habe." Zu weiteren vier Monaten sei er verurteilt worden, weil er in einem Interview auf Arabisch Ahmadinedschad als "größenwahnsinnig" bezeichnet habe. Dies hätten die Richter als beleidigend eingestuft.
Nach Angaben der Oppositionswebsite Kaleme.org nahmen iranische Sicherheitskräfte am Sonntag zudem erneut einen Journalisten der Reformzeitung "Schargh" fest. In den vergangenen Tagen waren demnach bereits mehrere weitere Journalisten der Zeitung sowie anderer Reformblätter festgenommen worden. (sda)