VR Henkel von Borer-Affäre "angewidert"

Ringier - Rückgang der Werbeeinnahmen um 25 Prozent.

Hans-Olaf Henkel, Verwaltungsratstmitglied bei Ringier, ist einem Bericht der Bilanz zufolge "entsetzt, ja teilweise angewidert" über das Vorgehen des Verlagshauses Ringier. Dies lies Henkel, der von der Bilanz als "mächtiger deutscher Wirtschaftsvordenker" vorgestellt wird, den ehemaligen Botschafter Thomas Borer-Fielding in einem Brief wissen. Der 62-jährige Henkel sei Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Indurstrie, Präsident der Wissensgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibnitz und Honorarprofessor für internationales Mangement an der Universität Mannheim.

"Als Deutscher und als regelmässiger Besucher Ihres Heimatlandes glaube ich gut beurteilen zu können, was Sie beide an Ausserordentlichem für unsere Länder geleistet haben", zitiert die Bilanz aus dem Schreiben Henkels an Borer und seine Gattin weiter. Der Brief sei in einer Kopie an den Verwaltungsratspräsidenten von Ringier, Uli Sigg, gegangen, der sich selber schon kritisch zu den Vorgängen geäussert hatte.