Die geplante Zusammenführung der SRG-Medien hat eine weitere Etappe erreicht. In der Deutschschweiz wird das Projekt Medienkonvergenz einer zweistufigen Leitung unterstellt: einer Co-Projektleitung und einem Steuerungsausschuss. Der Steuerungsausschuss setzt sich zusammen aus SRG.D-Präsident Viktor Baumeler (Vorsitz), der Deutschschweizer Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre und Iso Rechsteiner, dem designierten neuen Direktor von Schweizer Radio DRS.
Das letzte Wort bei der Wahl Rechsteiners als Nachfolger des altershalber zurücktretenden Walter Rüegg hat der Regionalrat. Rechsteiner soll das Amt bis zur Zusammenlegung von SR DRS und Fernsehen SF ausüben. Die Co-Projektleitung wird im Juni gewählt, wie der Verwaltungsrat SRG.D am Dienstag im Anschluss an seine Sitzung vom Vortag weiter mitteilte. Die Zusammenführung von Radio und Fernsehen soll im Rahmen von zehn Teilprojekten vorbereitet werden.
Die Leiter der Teilprojekte werden vom Steuerungsausschuss vorgeschlagen und ebenfalls im Juni vom Verwaltungsrat gewählt. Anschliessend werden die einzelnen Projektteams zusammengestellt und die Arbeiten aufgenommen. Bis Ende Oktober soll das Gesamtkonzept formuliert sein. Ab November werden die Details und die Umsetzung erarbeitet. Ende Mai 2010 schliesslich soll dem Verwaltungsrat SRG SSR für die Umsetzung grünes Licht beantragt werden.
Die Leitung des gesamten Projekts Medienkonvergenz obliegt dem Westschweizer Radiodirektor Gérard Tschopp. Leiter des Projekts in der Romandie ist der Westschweizer Fernsehdirektor Gilles Marchand. In der italienischsprachigen Schweiz ist das Vorhaben unter der Leitung von RTSI-Direktor Dino Balestra bereits in Umsetzung. (sda)