"Das Magazin" darf Homöopathie als Bockmist und moderne Form von Aberglaube bezeichnen. Dass es keine einzige Studie gibt, welche die Wirksamkeit von homöopathischen Methoden beweisen würde, stimmt jedoch nicht. Der Presserat hat daher eine Beschwerde des Schweizerischen Vereins Homöopathischer Ärztinnen und Ärzte gutgeheissen. Dieser hatte sich gegen ein Editorial von Chefredaktor Finn Canonica gewehrt, in welchem dieser pointiert gegen Homöopathie Stellung bezogen hatte.
Dass er die Heilmethode darin als "Scharlatanerie"," Aberglauben" und "Bockmist" bezeichnete, liess ihm der Presserat unter dem Titel der Kommentarfreiheit noch durch. Diese Wertungen seien von der Leserschaft des "Magazins" ohne weiteres erkennbar. Die pauschale Aussage "Es gibt keine einzige Studie welche die Wirksamkeit von homöopathischen Methoden beweisen würde", bewertete der Presserat in seiner am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme dagegen als sachlich unrichtig. Das "Magazin" habe damit die Wahrheitspflicht verletzt und Tatsachen entstellt. (sda)