Walpen verlangt Anpassungen vom Bundesrat

SRG - Verzicht auf Gebührenerhöhung an Bedingungen geknüpft.

SRG-Direktor Armin Walpen zeigt sich bereit zum Verzicht auf eine Gebührenerhöhung. Um die SRG-Finanzen ins Lot zu bringen, verlangt er vom Bundesrat aber Anpassungen. So sollen Bezüger von AHV- und IV-Ergänzungsleitungen künftig ebenfalls Gebühren entrichten. Im übrigen sei es nicht normal, dass Gebührengelder dazu dienten, die Beteiligungen der SRG an TV5, Euronews oder an Swissinfo zu bezahlen. Das seien keine Service-Public-Leistungen für die Schweizerinnen und Schweizer, erklärt Walpen in einem Interview, das am Donnerstag in der welschen Zeitschrift "L'Hébdo" erscheint.

Wie Walpen weiter sagt, würden die dadurch eingesparten Millionen spielend ausreichen, um die SRG-Finanzen ins Lot zu bringen. Sollte der Bundesrat die Sparvorschläge der SRG ablehenen, müsse er den Service Public der SRGüberdenken, sagt Walpen, der Ende 2010 als Direktor zurücktritt. Letztes Jahr schrieb die SRG ein Defizit von 79 Millionen Franken. Sie drohte mit einem Leistungsabbau, falls sie keine neuen Einnahmen generieren könne. Vorderhand hat sie verschiedene Sparmassnahmen ergriffen - unter anderem wurden die Löhne eingefroren. (sda)