Die SRG hat von Günter Netzers Agentur Infront die Exlusivrechte für die Ausstrahlung aller 64 WM-Partien erworben. "Wenn RTL und M6 jetzt die Spiele ausstrahlen und Werbung ausschliesslich für die Schweiz verkaufen, ist unser Exklusivrecht verletzt", sagt SRG-Generaldirektor Armin Walpen gegenüber der SonntagsZeitung.
Die SRG will nun verhindern, dass RTL und M6 die WM in die Schweiz übertragen dürfen. Walpen hat gemäss SonntagsZeitung Infront am Donnerstag aufgefordert, gegen beide Sender vorzugehen. Unternehme die Agentur nichts, seien rechtliche Schritte "unausweichlich". Walpen denkt dabei an eine Schadenersatzklage.
"Wir werden wie angekündigt unser Programm über Kabel und Satelit in der Schweiz verbreiten", erklärt RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer in der SonntagsZeitung. Er beruft sich dabei auf einen "eindeutig geregelten" Vertrag mit Infront. Die von RTL übertragenen WM-Spiele vom Sonntag waren dann auch wie angekündigt in der Schweiz zu sehen. Auch M6 macht keinen Rückzieher und zeigt 31 Partien.