Walter Rüegg will möglichst rasch Nachfolger

Radio DRS - Neuer Radiodirektor könnte gegen Ingrid Deltenre antreten.

Walter Rüegg, der Direktor von Radio DRS, will, dass sich der SRG-Verwaltungsrat so bald wie möglich mit seiner Nachfolge befasst. "Mein Ziel ist es, dass mein Nachfolger möglichst rasch bestimmt und eingesetzt wird", sagt Rüegg auf Anfrage von "NZZ am Sonntag". Dies habe er dem Verwaltungsrat der SRG Deutschschweiz mitgeteilt. Im September 2008 war Rüeggs Vertrag bis zum 30. Juni 2010 verlängert worden. Nun erklärt Rüegg, dass er bereit sei, vor diesem Termin abzutreten – vorausgesetzt, ein Nachfolger stehe bereit.

Mit seiner Forderung setzt Rüegg Druck auf die SRG-Spitze auf, einen neuen Radiodirektor zu wählen. Mitte März entschied die SRG, dass Radio und Fernsehen zusammengelegt und ab 2011 von einer Person geführt werden. Für das halbe Jahr zwischen Juli 2010 und Januar 2011 hätte sich die SRG mit einem interimistischen Radiochef beholfen. Dies scheint Rüegg verhindern zu wollen, indem er seinen Willen kundtut, noch in diesem Jahr einem Nachfolger Platz zu machen.

Der neue Radiodirektor könnte sich 2010 für das Amt des Direktors für Radio und Fernsehen bewerben und gegen Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre antreten. Sie hat ihre Aspirationen auf den Posten angemeldet, was einigen Kadermitarbeitern des Radios gar nicht behagt. Der 62-jährige Rüegg kritisierte Anfang März öffentlich das Vorgehen bei der Fusion von Radio und Fernsehen. Er zog damit den Unmut von SRG-Generaldirektor Armin Walpen auf sich, der geplant hatte, Deltenre ohne Stellenausschreibung zur Regionaldirektorin zu machen. (Quelle. "NZZ am Sonntag")