"Wandern.ch" und "Randonner.ch" ausgezeichnet

Q-Award - Im Jubiläumsjahr mit der Devise "Qualität vor Quantität".

Bereits zum zehnten Mal verlieh am Donnerstag der Verband Schweizer Medien den Q-Award. Mit "Wandern.ch"/"Randonner.ch"  (früher “Wanderland“) setzte sich das Organ der Schweizer Wanderwegorganisation durch. Die Fachzeitschrift durfte sich nicht zuletzt dank des letztjährigen Relaunches über einen Start-Ziel-Sieg freuen, heisst es in der Medienmitteilung. 

Relaunch aus offensivem Geist
Der im vergangenen Jahr durchgeführte Relaunch ist nicht aus einer Not- oder Drucksituation entstanden, sondern aus offensiven Gedanken. Die Herausgeber wollten mehr aus dem Thema und damit aus dem Markt herausholen und Terrain besetzen, bevor es andere tun. Die Vorgänge bei der Schwinger-Presse dürften dieses Marktverhalten inspiriert haben.

Die Ziele wurden klar definiert. So standen Emotionalisierungen, thematische Erweiterungen und Vertiefungen, Variationen der journalistischen Darstellungsformen, regionale Schwerpunkte und mehr Platz für Konsumthemen (Tests, Outdoor-Bekleidung, Schuhe) im Vordergrund. Auch die Verlinkung mit der Website war wichtig, denn dort werden die echten Leistungen angeboten, wie zum Beispiel 450 Wandervorschläge, die gratis auf der Landeskarte ausgedruckt oder als GPS-Track heruntergeladen werden können. Die Spezialzeitschrift vermittelt auch Begegnungen mit spannenden Persönlichkeiten und behandelt wichtige Sachfragen wie die Wahl des Schuhwerks, aber auch aktuelle Probleme (Bär in Graubünden).

Den neuen Weg, den "Wandern.ch"/"Randonner.ch" eingeschlagen haben, hat bereits zum Erfolg geführt. Im ersten Jahr hat die Wemf/Sw-beglaubigte Auflage um 8,2 Prozent zugenommen. Pro Monat werden seit dem Relaunch durchschnittlich 450 Probenummern bestellt. Das Telefonmarketing meldet die Erfolgsquote von 20 Prozent. Die Anzeigenerlöse schwanken noch stark, sind aber im Total leicht höher als zuvor.

Drei weitere Nominationen
Für die diesjährige Preisvergabe wurden sieben Dossiers eingereicht. Zwar sind dies zwei weniger als im Vorjahr, dennoch spricht die Jury von klarem Qualitätsanstieg.

Neben den Hauptpreisträger haben weitere drei Titel die Nomination geschafft. Nominationen sind ehrende Erwähnungen, welche die Macher der betreffenden Fach- und Spezialzeitschriften anspornen sollen, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Folgende Titel haben positiven Anklang gefunden:

Bei der Ärztezeitschrift "der informierte @rzt" steht der Fortbildungsaspekt im Vordergrund. Das Blatt ist von Ärzten für Ärzte geschrieben, dabei wird auf eine grosse Menge von Tabellen und Grafiken verzichtet.

Das Blatt "OTX World" bearbeitet den Markt für rezeptfreie Medikamente. Hier sorgen das Layout und die gute Portionierung der Beiträge für ein entspanntes Lesen. Beachtenswert ist auch der Newsletter und der Versuch Online-Bezahlabonnemente anzubieten.

Auch das Magazin "Schweizer Versicherung" wurde von der Jury nominiert. Gefallen findet auch im 25. Jubiläumsjahr der sachkundig-kritische redaktionelle Ansatz. Das Heft dient nicht nur als Informationsorgan für eine in sich gekehrte Branche, sondern auch als Weiterbildungs-Tool. Es ist Verbandsorgan für mehrere Branchenverbände.


Seit zehn Jahren vergibt der Verband Schweizer Medien alljährlich den Q-Award für herausragende verlegerische und redaktionelle Gesamtleistungen im Bereich der Fach- und Spezialmedien. Eine sechsköpfige Jury vergibt den Preis zunächst durch eine individuelle Beurteilung mit Beurteilungsblatt, dann durch ein Ausscheidungsverfahren im Punktesystem. (pd)