War Roger de Wecks Wahl Leuenbergers Werk?

SRG - Bundesrat wollte Hans-Peter Rohner nicht mehr treffen.

Bundesrat Moritz Leuenberger hat die Wahl Roger de Wecks an die SRG-Spitze gesteuert. Dies obwohl der Verwaltungsrat zuständig ist. Laut der "SonntagsZeitung" hat sich der Medienminister mit de Weck im Zürcher Restaurant Schiffsbau getroffen. Danach habe er den später unterlegenen Publigroupe-Chef Hans-Peter Rohner anders als ursprünglich abgemacht gar nicht mehr treffen wollen. "Jetzt kommts gut", soll Leuenberger laut "SonntagsZeitung" in dieser Zeit verbreitet haben.

Leuenberger dementiert eine direkte Einmischung. Sprecher Daniel Bach sagt, dass der Medienminister über die beiden letzten Kandidaten informiert wurde – das sei "nichts als natürlich". Und da sowohl der Bundesrat als auch sein guter Bekannter de Weck "regelmässig kulturelle Anlässe" in Zürich besuchten, würden sie sich "zufällig immer wieder" treffen. Auch SRG-Präsident Münch beharrt: "Bundesrat Leuenberger wurde ins Verfahren weder direkt noch indirekt einbezogen."