SRF-Mitarbeiter hätten 65 Vorschläge zum drohenden SRF-Stellenabbau eingereicht – SRF-Chef Ruedi Matter habe keinen davon berücksichtigt. Das schreibt der "Sonntags Blick".
In einem Interview mit dem "SonntagsBlick" kontert Matter, der Vorschlag zu freiwilligen Pensenreduktionen beispielsweise werde berücksichtigt. Viele andere Vorschläge seien arbeitsrechtlich aber nicht umsetzbar oder unrealistisch.
Künftig werden Samstagsabendkisten wie "The Voice", "Die grössten Schweizer Talente" oder "Kampf der Orchester" nur noch einmal pro Jahr gezeigt. Matter will die Ausfälle mit Sendungen wie "Happy Day", "Hello again!", "Viva Volksmusik" dem "ESC" und "ausgewählten" Spielfilmen überbrücken.
Auf die Frage, warum der umstrittene Talk von Roger Schawinksi weiterhin auf Sendung bleibe, antwortet Matter: "Eine kontroverse Sendung wie 'Schawinski' passt gut in unser Angebot, im Übrigen mit 14‘000 Franken pro Sendung eine kostengünstige Produktion. Und eine andere Sendung dieses Zuschnitts wäre ja auch nicht gratis."
Doch weshalb hält Matter an "Glanz & Gloria" fest? "'G&G' erreicht täglich rund 200‘000 Menschen, am Vorabend durchaus ein grosses Publikum. Zu dieser Tageszeit erwartet unser Publikum jedenfalls eine Eigenproduktion. 'G&G' ist ein mit einfachen Mitteln produziertes kostengünstiges Gesellschaftsmagazin, das People-Journalismus mit Respekt und Niveau macht, wie es das Publikum von uns gewohnt ist", so die Antwort von Ruedi Matter. (sobli)
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