Was kann die «Arena» dank den Gebühren mehr leisten? «Eine ganze Menge», schreibt «Arena»-Moderator in der aktuellen «NZZ am Sonntag». In dem Beitrag antwortet er dem SVP-Nationralrat Gregor Rutz, der vor einer Woche in der selben Zeitung den rhetorischen Leistungsvergleich der «Arena» mit dem «Sonn-Talk» des privaten Senders «TeleZüri» anstellte.
Projer argumentiert in dem Text mit drei Punkten: Im Vergleich zu privaten Talks könne die «Arena» erstens freier agieren, weil sie weniger unter Quotendruck stehe. Dies zuvorderst bei der Themenwahl. Dies gilt laut Projer, und damit zu zweitens, auch für die journalistische Freiheit, das jeweilige Thema zu vertiefen. Diese aufwändige journalistische Vorarbeit trage in den Sendungen Früchte. Viel freier – und damit kommt Projer zu Punkt drei – sei die «Arena» bei der Gästewahl. Weil die Sendung nicht von Werbegeldern lebe, könne sie sich das Versprechen erlauben, alle Parteien der Schweiz fair zu berücksichtigen.
Die Kehrseite der Medaille sei, führt Projer zum Schluss an: «Die Finanzierung durch Gebühren schränkt die «Arena» auch ein.» Nicht nur die Parteien verfolgten die Sendung aufmerksam und würden Alarm schlagen, wenn sie sich ungerech behandelt fühlten. Verbände, Vereine, Gruppierungen, Glaubensgemeinschaften und Medien übten kollektiv eine scharfe Aufsicht. Das sei gut so. Wer von Gebühren lebe, sei der Öffentlichkeit Rechenschaft schuldig. (wid)