Alle zwei Jahre befragt das Forschungsunternehmen Wemf die Führungskräfte der Schweiz zu ihrer Nutzung von Pressetiteln. Dabei dient die MA Leader überall dort als Informationswerk, wo die einkommens- und kaufkraftsstärkste Zielgruppe werblich angesprochen werden soll.
Gemäss der MA Leader 2005 nutzen die Führungskräfte weiterhin die Zeitungen und Zeitschriften der Zürcher Verlagshäuser am stärksten. Interessant erscheint deshalb ein direkter Vergleich zwischen den beiden grossen Medienhäuser Tamedia und NZZ: Bei der Sonntagspresse hat die Sonntagszeitung mit 47 Prozent Reichweite gegenüber der NZZamSonntag mit rund 36 Prozent klar die Nase vorn, wobei beide Titel im Vergleich zu 2003 an Reichweite zugelegt haben.
Bei den Tageszeitungen liegen der Tages-Anzeiger und die NZZ mit 34.8 Prozent bis in den Promillebereich genau gleich auf. Noch vor zwei Jahren wies der Tagi einen winzigen Vorsprung von 0.3 Prozent auf. Bei den Wochenmagazinen wiederum besitzt das NZZ-Folio mit 46.6 Prozent gegenüber Das Magazin (29 Prozent) klare Vorteile.
Bei den Zeitschriften fällt die hohe Affinität der Führungskräfte gegenüber dem Hochglanz-Wirtschaftsmagazin Bilanz auf, das bei der Elite mit 38 Prozent im Vergleich zum zweiten aufgeführten Jean-Frey-Titel Die Weltwoche (30 Prozent) mehr Resonanz erzielt. Weitere Titel, die eine Reichweite von über 25 Prozent erreichen, sind Geo (37 Prozent), Facts (32 Prozent) und Cash (30 Prozent).
Die Studie unterscheidet zwischen einem weiteren und engeren Nutzerkreis von Führungskräften. Als Leader gilt, wer in leitender Funktion brutto im Jahr mehr als 100'000 Franken erzielt oder freiberuflich tätig ist und über eine höhere Ausbildung verfügt. Zur Gruppe Top-Leader werden Personen gezählt, die über ein Jahresverdienst von mindestens 140'000 Franken verfügen. Insgesamt rechnet die Wemf 218'000 Personen der Gruppe Leader zu, davon rund 165'000 aus der Deutschschweizer und 52'000 aus der Romandie. Unter die Top-Leader fallen noch 103'000 Personen, davon 79'000 deutschsprachige und 24'000 französischsprachige.
Von der Gesamtgruppe der Leader sind rund drei Viertel leitende Angestellte, das restliche Viertel teilen sich Selbstständigerwerbende und Freiberuftliche auf. Etwas weniger als dreissig Prozent der Leader sind Mitglied in einem Verwaltungsrat und rund 36 Prozent in einer Geschäfsleitung. Für die Studie wurden vom 27. September bis zum 19. Dezember über 3'400 Interviews geführt, zum einen anhand eines vorstrukturierten Fragebogens zum anderen durch telefonische Befragung mittels Zeigematerial.