Was die Elite liest

MA Leader 2007 - Welche Zeitungs- und Zeitschriftentitel nutzen die Entscheidungsträger der Schweizer Wirtschaft am stärksten? Auskunft gibt der MA Leader-Report 2005, der von der Wemf in Zusammenarbeit mit den beteiligten Verlagen herausgegeben wird. "persoenlich.com" präsentiert die alle zwei Jahre erscheinende Marktmedien-Studie über die Lesegewohnheiten der Führungskräfte.

Alle zwei Jahre befragt das Forschungsunternehmen Wemf die Führungskräfte der Schweiz zu ihrer Nutzung von Pressetiteln. Dieses Jahr haben sich 43 Einzeltitel, Titelkombinationen und Gesamtausgaben dazu entschlossen, ihre Reichweiten in der einkommens- und kaufkraftstärksten Zielgruppe "Leader" publizieren zu lassen.

Bei der deutschsprachigen Tages- und Sonntagspresse dominieren die Titel aus den Häusern NZZ und Tamedia. Tamedia verzeichnet mit seinen Titeln Tages-Anzeiger und SonntagsZeitung einen kleinen Reichweitenvorsprung gegenüber der NZZ und der NZZ am Sonntag.

Die NZZ am Sonntag konnte mit 38.2 Prozent (2005: 36.4 Prozent) aber den Abstand zum Konkurrenzblatt SonntagsZeitung mit 45.9 Prozent (2005: 47 Prozent) gegenüber der letzten Auswertung verkleinern. Dafür liegt der Tages-Anzeiger im Vergleich mit der NZZ nun eine Nasenlänge voraus, im Gegensatz zum Gleichstand zwei Jahre zuvor.

Bei den Titeln der Finanz-, Wirtschafts-, Spezial und Fachpresse haben vor allem die Bilanz mit 25.9 Prozent (2005: 37.8 Prozent) und Facts mit 25.7 Prozent (2005: 31.5 Prozent) wie auch die Weltwoche mit 25.8 Prozent (2005: 29.5 Prozent) an Reichweite eingebüsst. Deutlich zulegen konnte Das Magazin mit 36.5 Prozent (2005: 28.5 Prozent). Unangefochten die grösste Reichweite bei den "Leadern" erzielt NZZ Folio mit 46.2 Prozent (2005: 46.6 Prozent).

Bei der französischsprachigen Tages- und Sonntagspresse erweist sich Le Matin dimanche als das "Leader"-Medium. Mit 55 Prozent Reichweite liegt der Titel deutlich an der Spitze. Bei der Fachpresse hat Bilan -- der Schwestertitel der Bilanz -- ebenfalls an Boden verloren. Mit 40.8 Prozent (2005: 44.8 Prozent) musste sie gegenüber der letzten Auswertung nun L’Hebdo mit 46.9 Prozent (Vorjahr: 44.7 Prozent) den Vortritt lassen. (sw)

(Quelle: MA Leader 2007/Wemf)