Party, Strand, Sonne und Lebenslust: Bei "Planet 105", dem früheren "Radio 105", dreht sich ab sofort alles um Ibiza. Damit verabschiedet sich Roger Schawinskis Jugendsender vom klassischen Formatradio und geht einen völlig neuen Weg. Von wem stammt die Idee? persoenlich.com hat nachgefragt.
1,585 Millionen Franken hat Roger Schawinski für den Jugendsender "Radio 105" bezahlt. Nach einem langen Hin und Hier sowie einem Rechtsstreit um die Marke, wagt der Sender mit dem neuen Namen "Planet 105" rund ein Jahr nach dem Verkauf einen Neustart.
Künftig soll der Sender kein blosses Formatradio mehr sein, wie die anderen Privatradios. "Wir werden zusätzlich eine Welt anbieten, die gerade für unsere Zielgruppe besonders attraktiv ist. Diese beinhaltet neben der topaktuellen elektronischen Musik das Gefühl von Party, Strand, Sonne und Lebenslust", erklärt Roger Schawinski gegenüber persoenlich.com. Dazu habe man den Begriff gefunden, der all dies auf idealtypische Weise zusammenfasse: Ibiza. Was beinhaltet das Konzept und warum ausgerechnet "Ibiza"? persoenlich.com hat beim Senderchef und Besitzer Roger Schawinski nachgefragt:
Herr Schawinski, was verbindet Sie pesönlich mit Ibiza?
Unsere Familie besucht die Insel erst seit kurzem. Aber wir haben uns innerhalb von Tagen in Ibiza verliebt. Wir haben erkannt: Dies ist der Ort, wo wir möglichst viel Zeit verbringen wollen.
Dort treffen sich doch die "Reichen und Schönen". Gehören die Macher von Planet 105 auch zu dieser Personengruppe?
Ibiza ist heute die Topdestination der Welt und hat St. Tropez, Miami und alle anderen längst abgehängt. Dabei wird die Insel erstaunlicherweise immer noch spannender. Zuerst waren die Hippies hier, die ja alle besonders interessanten Orte entdeckt haben. Dann folgten andere Gruppen. So verbringen heute viele Topstars ihre Ferien in Ibiza, und zwar nicht nur aus Europa. Auch Leonardo di Caprio oder Beyonce machen auf Ibiza Party. Das erhöht natürlich den Sex Appeal der Insel. Ibiza bietet die spannendste Club-Szene mit den bekanntesten DJs der Welt, die attraktivsten Strände und auch viele ganz ruhige, pittoreske Ecken.
Wie hat das Team auf Ihren Vorschlag reagiert?
Die Reaktionen waren überall äusserst positiv. Unser neuer Ansatz ist so überzeugend, dass er selbsterklärend ist.
Wie kommt Ibiza im Programm vor?
Wir haben Sendungen mit Ibiza-Sound, nämlich mit Lounge- und Club-Musik. Wir haben neu zwei Webchannels, die dieses Angebot über 24 Stunden ergänzen. Wir bieten unseren Hörern jede Woche Reisen nach Ibiza an, die sie zusammen mit Eintritten in den besten Club der Insel, dem Pacha, gewinnen können. Das heisst, wir machen damit Ibiza auch direkt erlebbar. Wir veranstalten an jedem letzten Donnerstag im Monat eine "We love Ibiza-Party" im besten Club in Zürich, dem Kaufleuten. Wir werden Hörerreisen nach Ibiza anbieten. Wir liefern natürlich auch Erlebnisberichte aus Ibiza und werden von dort live senden. Und das alles ist nur der Anfang. Mit einem Wort: Auf unserer Frequenz erlebt man ab sofort immer ein Ibiza-Feeling.
Eigentlich hatten Sie den Relaunch ja schon für August versprochen. Was führte zur Verspätung?
Die Dinge dauern immer etwas länger, als man plant. Wir lancieren gleichzeitig eine neue Website und eine brandneue App mit vielen innovativen Funktionen, auf die wir sehr stolz sind. Das Feintuning zog sich etwas hin. Und da wir nicht unter einem echten Zeitdruck standen, wollten wir es richtig hinkriegen.
Gibt es einen Claim, ein Visual oder Radio- und TV-Spots zur neuen Ausrichtung?
Ja, unser neuer Claim lautet "We love Ibiza". Der ist kurz, eingängig und attraktiv. Der wird in unseren Jingles und Trailer aufgenommen. Und natürlich haben wir dazu auch eine optische Umsetzung (Anm. d. Red: vgl. unten).
Wann gehen Sie selber das nächste Mal nach Ibiza?
Mit Sicherheit noch in diesem Jahr. Die Sehnsucht nach der Luft, der Vegetation und dem Himmel in Ibiza lässt etwas anderes schlicht nicht zu.
Stammt das Konzept von Ihnen selber oder von einer Werbeagentur, resp. wie ist die Idee entstanden?
Sorry, dass ich dies erwähnen muss, auch wenn es wie eine Viktor-Giacobbo-Pointe klingt: "Isch mini Idee gsi."
Fragen: Edith Hollenstein, Bilder: zVg