Wechsel in der Chefredaktion

"20 Minuten" - Unterhaltungschef Bernhard Brechbühl will ins Ausland.

Die Redaktion von "20 Minuten" vermeldet am Dienstag einen prominenten Abgang: Unterhaltungschef Bernhard Brechbühl hat seine Stelle per Ende Jahr gekündigt. Er will nach elf Jahren bei "20 Minuten" beruflich etwas Neues machen, jedoch weiterhin im Medienbereich tätig sein. "Mit der Suche nach einen neuem Job beginne ich jetzt. Ich möchte in meiner nächsten Tätigkeit das unternehmerische Rüstzeug, das ich mir in meinem MBA angeeignet habe, verstärkt einsetzen. Und es zieht mich ins Ausland: Aufstrebende Märkte wie zum Beispiel Brasilien reizen mich", sagt Brechbühl gegenüber persoenlich.com. Er könne sich aber auch gut vorstellen, später wieder bei Tamedia oder einem anderen Verlagshaus in der Schweiz zu arbeiten.

Brechbühl gilt als "20 Minuten"-Ur-Gestein. Er war praktisch von Beginn weg - seit der Lancierung der Gratiszeitung - dabei. Dem 34-Jährigen fällt der Abschied nicht leicht: "Ich durfte die Start-Up-Phase, den ganzen Aufstieg miterleben, war dabei als wir die Millionenmarke bei den Leserzahlen knackten. Ich hatte eine fantastische Zeit, tolle Kollegen und Vorgesetzte. Aber ich bin zu jung, um bei '20 Minuten' alt zu werden."

Bei "20 Minuten" war der Zürcher zuerst Lokalreporter, dann Nachrichten-Chefreporter und seit 2005 Mitglied der Chefredaktion. Zuvor hatte er das Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich abgeschlossen. Nun sucht "20 Minuten" einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin. (eh)