Nur kurze Zeit nachdem "20 Minuten" zum Opfer von Internetbetrügern wurde ("persoenlich.com" berichtete), haben nun am Mittwoch WEF-Gegner die Pendlerzeitung als Plattform für politische Propaganda missbraucht.
In Basel, Bern, Winterthur und Zürich entnahmen die Aktivisten die Blätter frühmorgens den Boxen und steckten jedes Exemplar in einen vierseitigen Umschlag mit täuschend ähnlicher "20 Minuten"-Frontseite und anti-kapitalistischen Parolen. "Die fetten Jahre sind vorbei" titelt die Beilage. Nach Angaben der linken Politorganisation "Revolutionärer Aufbau" wurden 50'000 "Sonderausgaben" in Umlauf gebracht.
"Wir distanzieren uns in aller Form von der gefälschten Beilage", sagt Chefredaktor Marco Boselli auf 20 Minuten Online.Die Zeitung behalte sich rechtliche Schritte vor, so Boselli weiter. Es sei nicht das erste Mal, dass "20 Minuten" für politische Propaganda missbraucht wird.