Wehrt sich gegen das vorgeschlagene Werbverbot für Tabakwaren

Verband Schweizer Medien - Gegen zunehmende staatliche Bevormundung durch den Bundesrat.

Der Verband Schweiter Medien wehrt sich gegen das vom Bundesrat vorgeschlagene Werbverbot für Tabakwaren. Die Printmedien seien gerade in der heutigen Zeit schwindender Werbeeinnahmen auf alle Möglichkeiten der Werbung angewiesen, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch.
 
Das am Mittwoch vom Bundesrat in die Vernehmlassung gegebene Tabakproduktegesetz, das ein weitest gehendes Werbeverbot für Tabakwaren vorsieht (persoenlich.com berichtete), reiht sich ein in die Tendenz zunehmender staatlicher Bevormundung und Verbotskultur. Der Verband ist für guten Jugendschutz, aber gegen Werbeverbote für Produkte, die legal gekauft werden können.
 
Werbung stellt die primäre Einnahmequelle der Medien dar und ist damit gerade in der Umbruchphase, in denen die Medien stehen, wichtiger denn je. Es ist paradox, dass der Bundesrat auf der einen Seite derzeit nach Wegen sucht, um die Rahmenbedingungen für die Medien zu verbessern und noch in diesem Jahr ein Förderkonzept vorlegen wird und auf der anderen Seite mit einem Tabakwerbeverbot den Medienhäusern eine Einnahmequelle wegnehmen will. (pd)