Die SRG habe zwischen 1998 und 2012 insgesamt 275 Millionen Franken Verlust gemacht, schreibt die "SonntagsZeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe (persoenlich.com berichtete). Ausserdem habe sie letztes Jahr einen Kredit von 250 Millionen Franken aufgenommen.
In einer heute verschickten Klarstellung wehrt sich die SRG gegen die Unterstellung von unverantwortlichem Finanzgebaren: "Tatsache ist: Die finanzielle Situation der SRG ist gesund." Die Gesellschaft sei gut mit Eigenkapital ausgestattet und das Anlagevermögen ausreichend gedeckt. Zudem schreibe die SRG seit 2011 - von Sondereffekten abgesehen - schwarze Zahlen, man habe die Kosten im Griff: "Die Liquidität war und ist jederzeit gesichert."
Immobilienverkäufe im Rahmen der Strategie
Auch beim Verkauf von Immobilien sei alles regelkonform und im Rahmen der festgelegten Strategie abgelaufen: "Die SRG-Immobilienstrategie ermöglicht den Verkauf von Standorten, in denen keine technischen Anlagen stehen, die für den Betrieb nötig sind: etwa reine Bürogebäude. Der Verkauf erfolgt nicht, um Liquidität zu beschaffen, sondern um mit dem Geld vor allem zukunftsweisende Projekte wie an den Standorten Zürich, Lausanne und Lugano mitzufinanzieren; das erleichtert medienkonvergentes Arbeiten und senkt die Betriebskosten."
Das Bürogebäude an der Giacomettistrasse in Bern (im Bild) wurde 2012 an die Mobiliar verkauft. Dies hatte laut SRG jedoch nichts mit der Pensionskasse zu tun, wie die "SonntagsZeitung" suggerierte: "Der Verkauf des Bürogebäudes Giacomettistrasse erfolgte strategiekonform, unabhängig vom Primatwechsel und von der Senkung des technischen Zinses, wofür die SRG 161 Millionen Franken zurückstellte."
Ständige Aufsicht durch Bakom
Die Modernisierung der Pensionskasse sei durch den Verkauf von Immobilien zwar erleichtert worden, sei aber nicht davon abhängig gewesen. Die SRG habe ihre Pensionskasse "seit 2003 aus eigener Kraft rekapitalisiert, dann 2010 saniert und 2013 neu aufgestellt".
Ausserdem werde die Gesellschaft ständig kontrolliert: "Im Übrigen untersteht die SRG der strengen, laufenden Finanzaufsicht durch das Bundesamt für Kommunikation BAKOM, die der SRG einen sorgfältigen Umgang mit ihren Mitteln ausstellt." (pd/lmy)
Bild: SRG