Weihnachtsfeier mit Folgen bei 24 heures

Tamedia - Gegen zwei Kadermänner der Westschweizer Tageszeitung stehen Vorwürfe übergriffigen Verhaltens im Raum, wie der SonntagsBlick berichtet. Einer von ihnen hätte Chefredaktor werden sollen – die Ernennung wurde kurzfristig gestoppt.

Der Verlag Tamedia hat nach Angaben von SonntagsBlick zwei Führungskräfte der Westschweizer Zeitung 24 Heures freigestellt. Vorwürfe von Sexismus und sexualisierter Gewalt stünden im Raum, schrieb die Zeitung.

Bei einer Weihnachtsfeier von 24 Heures soll ein Kadermann eine junge Journalistin geküsst und ihr an die Brüste gegriffen haben, wie die Frau zu SonntagsBlick sagte. «Hätte ich davon gewusst, hätte ich etwas dagegen unternommen», sagte der damalige Chefredaktor Claude Ansermoz zur Zeitung. Ansermoz sei eingeschritten, als er erfahren habe, dass ein anderer Kadermann eine angebliche Affäre mit einer Mitarbeiterin gehabt habe. Dieser Kadermann sollte nach Informationen von SonntagsBlick rund drei Jahre später Chefredaktor von 24 Heures werden.

Tamedia-CEO Jessica Peppel-Schulz habe die geplante Ernennung nach internen Protesten gestoppt. Tamedia hat laut SonntagsBlick beide Kadermänner «unter Wahrung der Unschuldsvermutung» beurlaubt. Externe Untersuchungen seien im Gange, schrieb SonntagsBlick. (sda/nil)