Das Schweizerische Literaturarchiv (SLA) möchte nach dem Erwerb des Archivmaterials des Zürcher Arche-Verlags weitere solche Bestände kaufen. Zusagen liegen bereits von Renate Nagel von Nagel & Kimche sowie vom Ammann- Verlag auf dem Tisch. In Verlagsarchiven ruhten wichtige Zeugnisse, sagte Irmgard Wirtz Eybl, Leiterin des SLA, am Dienstag anlässlich einer Medienkonferenz in Zürich. Deshalb sei das SLA an diesen Nachlassen besonders interessiert.
Zusagen hat das SLA bereits von Renate Nagel von Nagel & Kimche. Sie überträgt dem SLA ihre Privatsammlung. Grünes Licht gegeben haben auch Marie-Luise Flammersfeld und Egon Ammann vom Ammann-Verlag. Ein weiterer Wunschkandidat sei die Edition Engeler, sagte Wirtz Eybl im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Die Verhandlungen erschwere, dass das SLA sparen müsse und für die archivarische und wissenschaftliche Aufarbeitung solcher Bestände eigentlich kein Personal zur Verfügung stehe.
Das SLA sucht nun nach Partnern, welche die Arbeiten fünf Jahre lang unterstützen. Einzelne Stiftungen im Kulturbereich hätten bereits Interesse am Projekt angemeldet, sagte Wirtz Eybl. Budgetiert werden dafür 120'000 bis 150'000 Franken. So hoch ist der Jahreslohn eines Archivars, der sich mit der groben bis feinen Erschliessung eines mittelgrossen Verlagsarchives beschäftigt.