Weko soll Zeitungstausch in Zürich und Ostschweiz untersuchen

Tamedia/NZZ - Konkurrenz bereitet Klage vor.

Eine Klage soll die Wettbewerbskommission (Weko) zwingen, den Zeitungstausch zwischen Tamedia (Tagesanzeiger, 20 Minuten) und Freie Presse Holding (Neue Zürcher Zeitung) unter die Lupe zu nehmen. Dies schreibt die Zeitung "Sonntag". Im letzten April hat die Freie Presse Holding ihre Beteiligungen an der "Zürichsee-Zeitung", am "Zürcher Oberländer" und am "Zürcher Unterländer" an Tamedia übergeben. Im Gegenzug übernahm sie von dieser die Beteiligungen an der "Thurgauer Zeitung". Damit haben sich die beiden Medienhäuser ihre Gebiete aufgeteilt und kommen sich dort nicht mehr in die Quere, lautet der Vorwurf der Verlierer dieses Deals, wie beispielsweise Konkurrenz-Unternehmen, Leser, Journalisten, Druckereien. In diesen Kreisen wird gemäss dem "Sonntag" nun eine Klage vorbereitet, die in einigen Wochen bei der Weko eingereicht werden soll.

Die Kläger machen dabei das Kartellgesetz geltend, wonach wirksamer Wettbewerb dann beseitigt werden könnte, wenn zwei sich konkurrenzierende Unternehmen "Abreden über die Aufteilung von Märkten nach Gebieten" treffen. Bei Erfolg der Klage drohen Tamedia und der Freien Presse Holding saftige Bussen, wie es im Bericht weiter heisst.