Was versprechen sich Leute von einer Sendung? Was halten sie davon? Und bei welchen Sendungen hat der Zuschauer das Gefühl, er nutze seine Zeit sinnvoll?
Die in der Fachzeitschrift Media Perspektiven veröffentlichten Forsa-Studie über die "Erlebnisqualität von Fernsehsendungen" zeigt verblüffende Ergebnisse: Auf die Frage, wie bestimmte Sendungen bei den Leuten ankommen, bezeichnete nicht einmal jeder zweite Zuschauer Deutschlands erfolgreichste Nachrichtensendung, die "ARD-Tagesschau" als spannend, berichtet die Aargauer Zeitung.
"Manche Personen in der Sendung sind wie gute Freunde für mich"; in dieser Kategorie räumten erstaunlicherweise nicht der "ZDF-Klassiker" "Wetten dass..." mit Thomas Gottschalk oder das Samstagabend-Quiz auf RTL "Wer wird Millionär" mit Günther Jauch ab. Die RTL-Dailysoap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (GZSZ) belegt stattdessen Platz 1.
Interessant dabei ist, dass nur 25 Prozent der GZSZ-Zuschauer der Meinung sind, dass sie mit dem Sehen ihrer Lieblingsserie ihre Zeit sinnvoll nutzen. Bei "Wetten dass..." glaubt dies sogar nur jeder fünfte.
Anders sieht es bei Gerichtssendungen auf deutschen Privatsendern aus. Jeder dritte Zuschauer von "Richter Alexander Hold" auf Sat.1 ist der Meinung, diese Sendungen gebe ihm Anregungen zum Nachdenken.