Roger Schawinski, Geschäftsführer von Sat.1, will sich nicht erlauben, nach einem Jahr Ingrid Deltenre als Direktorin bei SF DRS eine Bilanz zu ziehen. Dafür sehe er das Programm zu wenig oft, wie er gegenüber dem Blick erklärt. Er betrachte einfach die Konzepte und müsse sagen: "Es ist relativ wenig Neues gekommen."
Wenn er vergleiche, wie viel auf Sat.1 gestartet habe und wie viel in der Schweiz, müsse er sich schon die Augen reiben. Komme dazu, dass die wenigen neuen Formate bei SF DRS zumeist kommerzielle Produkte seien. Wie für ihn sei aber auch für Deltenre das erste Jahr ein schwieriges gewesen, sie müsse sich erst zurecht finden. Ihr Nachteil sei es, dass sie nie Fernsehen gemacht habe und sich deshalb auf Leute abstützen müsse, die sie beraten.
Casting-Shows wie "MusicStar" hält Schawinski für tot. Die zweiten Staffeln hätten jeweils bei allen Sendern nicht mehr den gleichen Effekt wie die ersten, da die Illusion, dass aus den Kandidaten Stars werden, verflogen sei. Damit gehe der Zauber der Sendungen verloren. Formate wie "Traumjob" lehnt Schawinski als Spielidee ab, wie er dem Blick weiter sagt. Es gehe um reines Mobbing. Nach den beiden Flops in Deutschland habe SF DRS offenbar kalte Füsse bekommen und verstecke die Sendung nun auf SF 2.