Wenig unterhaltsam, langweilig und gestellt

SRF - Prominentenraten "Metzgete" fällt beim Publikumsrat durch

Der SRG-Publikumsrat ist vom heiteren Prominentenraten "Metzgete" von SRF1 wenig angetan. Zwar habe die TV-Sendung durchaus Unterhaltungspotenzial, dieses werde aber "kaum genutzt". Moderator Fabian Unteregger sei "keine ideale Besetzung". Die Comedians wiederum findet der Rat offenbar langweilig.

In der halbstündigen Sendung "Metzgete" müssen Prominente andere Prominente erraten. Unterstützt werden sie dabei von einem Team mit Beat Schlatter und jeweils zwei weiteren Comedians, die Tipps geben. Doch deren Tipps "wirken häufig einstudiert", wie es in einer Mitteilung des Publikumsrats vom Mittwoch heisst. Die Antworten seien "meist sehr gesucht, wenig unterhaltsam und als Hinweis auf den gesuchten Promi von geringem Nutzen".

Der Publikumsrat kritisiert auch, den "stark bis ausschliesslich negativen Fokus" der Tipps. Die prominenten Ratenden wiederum würden zu "Statisten degradiert", denn sie dürften nur die vorgegebenen Fragen vorlesen.

Unteregger "wenig souverän"
Auch Moderator Fabian Unteregger erhält schlechte Noten: "Die Rolle scheint ihm nicht zu liegen, er wirkt wenig souverän und kann sein Talent als Comedian nicht ausspielen", schreibt der Publikumsrat.

Besser schneidet die Burlesque-Tänzerin Zoe Scarlett alias "Bunny" ab, die die Showassistentin gibt. Diese Figur sei "so übertrieben und klischeehaft", dass sie zum "trashigen Stil der Sendung" passe.

Im Publikumsrat gingen insgesamt die Meinungen, "was den Humor der Sendung betrifft, stark auseinander".

Glücks- und Pechrad ein Glücksgriff
Als sehr witzig emfinden viele Mitglieder das Glücksrad und das Pechrad. Ersteres bestimmt jeweils den Gewinn in einer Fremdwährung, letzteres verteilt Straufaufgaben. Mehrheitlich gute Noten verteilte das Fernesehpublikum auch dem "schrägen und witzigen" Studiodekor und der Live-Musik des Landolt & Nievergelt Quintetts. (sda/Bild: SRF)