Seit Montag können die einheimischen TV-Sender in der Deutschschweiz nicht mehr analog über Haus- oder Zimmerantenne empfangen werden. Viele warteten jedoch bis zum letzten Moment, um auf digitales Fernsehen umzustellen. Wer Satellitenfernsehen will, muss sich nun gedulden.
Zwischen eineinhalb und zwei Wochen betrage die Wartezeit für die Sat-Accesskarten, welche für den Satellitenempfang benötigt werden, bestätigte Peter Kaufmann, Verantwortlicher beim Schweizer Fernsehen für die Kommunikation DVB-T Deutschschweiz, am Montag einen Artikel der "NZZ am Sonntag". Allerdings gelte diese Dauer nur für jene Kunden, welche die Karten schriftlich bestellten. Die elektronische Bestellung via Internet werde in ein bis zwei Tagen abgefertigt.
Satellitenfernsehen werde schon seit Anfang Jahr stärker nachgefragt, sagte Kaufmann weiter: Bis zu diesem Zeitpunkt hätten rund 3'000 Haushalte pro Monat auf die Technologie umgestellt. Im Sommer sei die Anzahl auf monatlich 6'000 bis 8'000 Haushalte hochgeschnellt, im Oktober gar auf rund 11'000. Für November rechnet Kaufmann mit 15'000 bis 20'000 Kunden.
Wer bislang die Landessender mit Haus- oder Zimmerantenne empfangen hat und weiterhin Fernsehen schauen will, muss nicht zwingend eine Satellitenschüssel kaufen: Bisher verwendete Antennen können weiterhin benutzt werden. Es ist lediglich eine so genannte Set-Top-Box nötig, die zwischen Antenne und Gerät geschaltet wird. (sda)