Wer wird der neue Chefredaktor der Weltwoche?

Umfrage - Die Weltwoche bleibt auch drei Tage nach dem Rücktritt von Simon Heusser ohne Führung. Ein interimistischer Chef wurde auch am Montag nicht bekannt gegeben. Während die Irritation in der Redaktion unverändert gross bleibt, brodelt die Gerüchteküche. Wer tritt die schwierige Nachfolge Heussers an? Wird ein Vertreter gesucht, der die liberale Linie Heussers weiterverfolgt, oder eine Rückkehr auf einen konsequenten Rechtskurs angestrebt? "persoenlich.com" präsentiert eine Liste möglicher Nachfolge-Kandidaten und bittet um Ihre Stimmabgabe.

Die Auswahl der Kandidaten für das Chefredaktorenamt der Weltwoche erfolgte streng subjektiv,. Die uns am häufigsten genannten Namen fanden Aufnahme.

Die Kandidatenliste beginnt mit Markus Somm dem amtierenden stellvertretenden Chefredaktor. Somm argumentiert wie viele andere Inland-Autoren des Blatts von rechtsbürgerlicher Seite her. Er gilt als ehrgeizig, soll dem Vernehmen nach aber innerhalb der Redaktion viele Kritiker besitzen. Weitere Kandidaten aus dem Hause sind Bruno Ziauddin, unter Roger Köppel stellvertretender Chefredaktor, Walter De Gregorio, zurückgekehrter Auslandkorrespondent und Mitglied der Redaktionsleitung sowie der langjährige Köppel-Gefährte Eugen Sorg. Letzterer wurde von Filippo Leutenegger als Chefredaktor ad interim bestimmt. Die Redaktion jedoch soll sich vehement gegen seine Einsetzung gewehrt haben.

In der Redaktion als Integrationsfigur bekannt ist Andreas Dietrich. Er war unter Roger Köppel bei der Konzeption der Weltwoche in Magazin-Format einer der führenden Köpfe. Nach einem kurzen Abstecher zum NZZ-Folio übernahm Dietrich das Amt des Blattmachers und kehrte als Mitglied der Redaktionsleitung zurück an die Förrlibuckstrasse. Als weiterer Inland-Redaktor, der als Heusser-Nachfolger gehandelt wird, wurde uns der Name Markus Schär zugespielt. Der Autor des Artikels "Eine Million pro Flüchtling" stammt aus dem rechtskonservativen Lager.

Als weiterer heisser Favorit auf das Chefredaktorenamt gilt Kurt W. Zimmermann. Das Medienschwergewicht darf in keiner Kandidaten-Auswahl fehlen, wenn es gilt, ein gewichtiges Chefredaktorenamt zu besetzen. Mit Stefan Barmettler und Res Strehle, den Chefredaktoren von Facts und Das Magazin, zählen wir zwei weitere ehemalige Autoren mit Weltwoche-Vergangenheit zu den Anwärtern auf den Posten. Ebenso verdient auch der frühere Zeit-und Tages-Anzeiger-Chefredaktor Roger de Weck eine Nennung. Last but not Least findet auch Roger Köppel, der derzeit in Berlin für Die Welt einer Redaktion vorsteht, Eingang in unsere Kandidatenliste.