Werbung für geplanten Papst-Serie gestoppt

MTV - Münchens Erzbischof fordert MTV auf, Serie nicht zu zeigen.

MTV verzichtet auf die weitere Verbreitung der umstrittenen Werbeanzeigen für die Serie "Popetown". Der Deutsche Werberat sah in der Anzeige "eine eklatante Verletzung religiöser Empfindungen", wie Spiegel online schreibt. MTV teile zwar die Auffassung des Werberates nicht, werde aber aus "mediaplanungstechnischen" Gründen auf die weitere Schaltung des Motivs verzichten. Wegen dieser Haltung hat der Werberat MTV trotz des Rückzugs getadelt.

Neben dem Werberat hatte auch schon das Zentralkomitee der deutschen Katholiken bei MTV reklamiert ("persoenlich.com" berichtete). Auch die katholische Deutschen Bischofskonferenz, die CSU und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatten massive Kritik an der Comic-Serie geübt und sich an den Werberat gewandt.

Das Erzbischöfliche Ordinariat München prüft gemäss Spiegel online Schritte gegen die Werbung für die Comicserie "Popetown" des Musiksenders MTV und die geplante Ausstrahlung des Formats. Kardinal Friedrich Wetter, Erzbischof von München und Freising, forderte MTV auf, "Popetown" nicht zu zeigen. Wer die Darstellung des gekreuzigten Christus für die Zwecke einer Fernsehsendung "zum Gegenstand des Klamauks macht, provoziert gläubige Christen und verletzt sie zutiefst", so der Kardinal.