Im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) befassen sich gleich mehrere Experten mit dem Dossier "Frankreich diskriminiert Schweizer Verlage", wie der "Sonntag" schreibt. Rita Baldegger, Leiterin der Seco-Kommunikation sagt: "Das Thema der Schweizer Beteiligung an französischen Medien wurde mehrmals mit französischen Gesprächspartnern aufgenommen. Diese haben eine Prüfung der Angelegenheit in Aussicht gestellt. Wir warten auf eine entsprechende Antwort."
Der "Sonntag" machte vor einer Woche publik, dass Schweizer Unternehmen, die sich in Frankreich an Presseerzeugnissen beteiligen wollen, krass benachteiligt werden. Das Gesetz No. 96109, das in Frankreich Beteiligungen ausländischer Investoren regelt, bestimmt nämlich, dass sich Schweizer Unternehmen zu höchstens 20 Prozent an französischen Verlagen beteiligen dürfen. EU-Staaten unterliegen im Gegensatz dazu keinerlei Einschränkungen und französische Verlage können sich in der Schweiz ebenfalls ungehindert an einheimischen Verlagen beteiligen. Wovon beispielsweise de Hersant-Gruppe ausgiebig Gebrauch macht: Sie hat in den vergangenen Jahren in der Romandie ein kleines Medienimperium zusammengekauft. Absicht des Seco ist, diese Diskriminierung zu beseitigen.