Wetter verdrängt Mord als Top-Nachrichtenthema

Deutschland - Panikmache in den Medien heizt Ängste der Bevölkerung an.

Seit der Sturm Kyrill im Januar über Deutschland hinwegfegte, dominieren die Themen Wetter und Klimawandel noch vor Fussball und Mord die Hauptnachrichtensendungen im deutschen Fernsehen.

Laut einer von Media Tenor durchgeführten Medienanalyse der sieben Hauptnachrichtensendungen im deutschen Fernsehen berichteten die Nachrichtensendungen auf ARD, ZDF, RTL, Pro Sieben und Sat.1 im Zeitraum zwischen Januar und Juni 2007 über 500 Mal allgemein über das Wetter. Mit der Medienberichterstattung erhöhte sich parallel auch das Problembewusstsein in der Bevölkerung, wie Umfragen von Emnid und der Forschungsgruppe Wahlen zeigen.

Die zunehmende Thematisierung des Klimawandels wird auch von ganzseitigen Anzeigen von Unternehmen verschiedener Branchen getragen, so Media Tenor. Vor allem die Autobranche wirbt mit umweltfreundlichen Produkten. "Opel macht Deutschlands Strassen sauberer, Smart ist CO2-Champion und mit VW kann man ökologischer fahren denn je", stellt Jörg Forthmann, geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsagentur Faktenkontor, fest. (pte)