Wien-Korrespondent nach Zürich beordert

SF - Erwin Schmid soll Stelle bei Inforedaktion erhalten.

Erwin Schmid, der Osteuropa-Korrespondent des Schweizer Fernsehens, kehrt auf Ende des Jahres wieder in die Schweiz zurück. Das Schweizer Fernsehen hat seinen Rahmenvertrag als "freier Mitarbeiter" in Wien gekündigt und möchte ihn künftig als festen Mitarbeiter in Zürich beschäftigen.

Warum wird Schmid nach sechs Jahren in Wien plötzlich nach Zürich zurückbeordert? Will man Schmid stärker an eine Redaktion binden oder plant SRF einen generellen Abbau bei den Korrespondenten? "Das Korrespondentennetz ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von SRF. Sparmassnahmen sind keine geplant, das Netz der Auslandskorrespondenten soll im Gegenteil wachsen", erklärt Mediensprecher Martin Reichlin gegenüber persoenlich.com. SRF will nun Schmid eine Stelle bei einer Redaktion der Informationsabteilung in Zürich anbieten, momentan werden Gespräche geführt. Dabei soll Schmid auch immer wieder als Sonderkorrespondent in Frage kommen, wie Reichlin erklärt.

Bisher realisierte Schmid als selbstständiger Osteuropa-Korrespondent von Wien aus Berichte für SF. Aufgrund der nicht sehr grossen Nachfrage nach Beiträgen aus Österreich in letzter Zeit, schickte SRF Schmid regelmässig zu Einsätzen ausserhalb seiner angestammten Region. In diesem Jahr war er unter anderem in Nordeuropa, Libyen und der Türkei, von wo aus er über Massaker in Norwegen oder die Revolution in Nordafrika berichtete.

Neben den fixen Korrespondenten mit weltweit über 30 Korrespondenten arbeitet SRF mit zwei Sonderkorrespondenten zusammen. Es sind dies Erwin Schmid und Werner van Gent. Van Gent ist schwergewichtig in Südost-Europa im Einsatz. Er lebt in Athen – bei ihm ist keine Rückbeorderung nach Zürich geplant. (ma/eh)