Günstige Einstiegsangebote und mehr Videos sollen der "New York Times" neue Leser bringen. Der US-Verlag, der unter einem schrumpfenden Geschäft leidet, will auch jenseits der Grenzen zulegen. Um die Bekanntheit zu steigern, wird das Schwesterblatt "International Herald Tribune" wie bereits angekündigt gegen Ende des Jahres in "International New York Times" umbenannt.
Die "New York Times Company" stellte am Donnerstag ihre Strategie für die Zukunft vor. Das Verlagshaus begegnet damit der Abwanderung ihrer Anzeigenkunden ins Internet. Alleine im ersten Quartal sanken die Werbeerlöse um 11 Prozent.
Dagegen stiegen die Einnahmen durch Abos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent. Die Zahl der Online-Abonnenten der "New York Times" schnellte um 45 Prozent auf 676'000 in die Höhe.
Die "New York Times" befindet sich seit einiger Zeit im Umbau. Die Lokalzeitungen und das Ratgeberportal about.com sind schon verkauft, nun soll die New England Media Group folgen, die im Wesentlichen den "Boston Globe" herausgibt. Übrig bleiben soll ein Verlag, der sich auf die weltbekannte Marke "New York Times" konzentriert.
Das Umfeld ist derzeit rau: Der Gesamtumsatz des Verlags schmolz zu Jahresbeginn um 2 Prozent auf 466 Millionen Dollar. Der Gewinn brach um 93 Prozent auf unter dem Strich 3 Millionen Dollar ein. Im Vorjahreszeitraum hatte ein Beteiligungsverkauf das Ergebnis aufgebessert. (sda)