Will Schweiz erobern

Servus TV - Geschäftsführer Martin Blank zur Strategie.

Servus TV will die Schweiz erobern. Der österreichische TV-Sender von Red Bull startet in den nächsten Tagen mit einer grossen Werbeoffensive. Was geplant ist und wie sich Servus TV in der Schweiz durchsetzen will, erläutert der Geschäftsführer Martin Blank im Interview mit "persoenlich.com":

Servus TV gibt es dank Cablecom auch in der Schweiz. Seit wann?

Wir senden seit 2010 im digitalen Kabel der Cabelcom, aber das ist nur der Beginn. Schon bald werden wir auch über Swisscom verbreitet werden.

Was heisst schon bald?

Es kann sich nur noch um Wochen handeln.

Welche Reichweite hat Servus TV?

Insgesamt erreichen wir über acht Millionen Haushalte in Deutschland, Österreich und in der deutschsprachigen Schweiz.

Wie viele Hausehalte erreichen Sie in der Schweiz?

In der Schweiz sind es derzeit knapp 400’000 Haushalte. Die höchsten Reichweiten erzielen wir mit unserer gerade gestarteten Premium-Dokumentationsreihe "Terra Mater" am Mittwochabend und mit der Sendung "Sport&Talk" am Montag, in der die relevanten Sportthemen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich aufgearbeitet werden. "Terra Mater" schauen allein in Österreich 280'000 Menschen, in der Schweiz sind es ungefähr 84'000 Zuschauer.

Warum braucht es Servus TV in der Schweiz. Was bringen Sie mehr beziehungsweise Besseres?

ServusTV hat einen völlig neuen Ansatz in der Programmgestaltung. Unser Kernsendegebiet ist der Alpen-Donau-Adria-Raum. Wir zeigen, wie vielfältig und überraschend dieser Kulturraum im Herzen Europas ist. Und natürlich haben wir auch sehr viele Schweizer Inhalte im Programm. Dabei verstehen wir uns nicht als Konkurrenz zu anderen Sendern, sondern vielmehr als hochqualitative Ergänzung.

Wie ist der Sender politisch ausgerichtet?

Gar nicht.

Nun wollen Sie in der Schweiz eine grosse Werbekampagne starten. Was ist geplant?

Wir starten in diesen Tagen damit, ServusTV in der Schweiz bekannt zu machen. Unterstützt werden wir dabei von der Werbeagentur Kastner und Partner. Sie realisierten für uns City-Lights-Plakate und "out of home"-Werbung für den Online- und Printbereich. Spots sind keine geplant. In einem zweiten Schritt, noch in diesem Jahr, stellen wir dann die hohe Programmqualität in den Vordergrund.

Wieviel Geld nehmen Sie dafür in die Hand?

Über wirtschaftliche Belange sprechen wir nicht.

Servus TV ist in Österreich vor allem für den lokalen Mittelstand als Werbeplattform beliebt. Wie sehen Sie das in der Schweiz?

Die Umsätze in Österreich machen wir fast ausschliesslich mit grossen Agenturen und Kunden. Wir setzen dabei nicht nur auf hohe Programmqualität, sondern sind auch technisch perfekt aufgestellt. Der gesamte Produktionsprozess von ServusTV ist in Full HD, was unser Signal einzigartig macht. Und natürlich ist dieses Qualitätsumfeld ein perfekter Rahmen für hochwertige Marken.

Welchen Stellenwert soll Servus TV Ende Jahr in der Schweiz haben?

Wir werden uns darüber freuen, dass die Zuseherinnen und Zuseher uns als Premium-Sender wahrnehmen und erkannt haben, dass ServusTV für höchste Programmqualität steht.

Interview: Christine Schnyder