"Wir arbeiten mit Hochdruck an Neupositionierung"

"Blick" - Relaunch zum 50-Jahr-Jubiläum?

Der "Blick" wir neulanciert und kehrt zurück zum alten grossen Broadsheet-Format mit einem separaten Sportteil. Marc Walder, Chef von Ringier Schweiz bestätigte einen entsprechenden Bericht von "persoenlich.com" in der "SonntagsZeitung": “Ja, es gibt solche Pläne.” Der endgültige Entscheid sei aber noch nicht gefällt.

"Klar ist das Format ein Thema", bestätigt nun auch Christian Unger, CEO der Ringier AG, gegenüber der "Bilanz". "Ein Wechsel zum grösseren Format würde eine Differenzierungsmerkmal zu Gratiszeitungen liefern." Man arbeite mit Hochdruck an der Neupositionierung des "Blick". Unger gesteht ein, dass die Umstellung auf das Tabloidformat als Flop bezeichnet werden darf, wenn die Rückkehr zum alten Format erfolgen würde.

Es werde bei der Repositionierung der Zeitung aber nicht nur um Formatfragen gehen. Unger: "Boulevard wird immer polarisieren, der 'Blick' kann nicht die 'NZZ' sein. Aber Boulevard darf nicht von einer vorgefassten Ideologie ausgehen." Der "Blick" müsse starken Boulevard machen, und er brauche einen starken Sport. "Die anstehende Neupositionierung wird inhaltliche, organisatorische und vertriebliche Aspekte haben." Nach dem Zeitpunkt des Neustarts gefragt, meint Unger, dass eine Repositionierung zum 50-Jahr-Jubiläum des "Blick" im Oktober 2009 naheliegend wäre.

'Blick am Abend' nicht profitabel

Zur "Blick"-Gruppe gehören auch noch "SonntagsBlick" und "Blick am Abend". Bei der Gratiszeitung meint Unger: "Klar ist der Titel nicht profitabel, aber er steckt in einer Wachstumsphase, ausserdem soll er uns einen Markt absichern." Das Team habe zudem ein tolles Momentum entwickelt. Der "SonntagsBlick" lege eine solide Performance hin, da sei man sehr zufrieden.