Herr Kaiser, darf sich das Schweizer TV-Publikum schon Anfang 2006 auf ein neues Privatfernsehen freuen?
Wann genau, werden wir bekannt geben, wenn wir die Konzession erhalten haben.
Wo steht das Projekt "Elevator TV" zum gegenwärtigen Zeitpunkt?
Unsere Vorbereitungen sind weit fortgeschritten. Wir sind bereit. Der nächste Schritt ist die Konzessionserteilung durch den Bundesrat.
Ihr Projekt wird immer wieder mit dem gescheiterten TV-Sender TV3 verglichen. Wo gibt es Parallelen, wo Unterschiede?
Im Gegensatz zu TV3 ist Elevator nicht als Vollprogramm konzipiert. Zudem wird in der Schweiz wohl nie wieder ein privater TV Macher soviel "Spielgeld" für ein Programm zur Verfügung gestellt bekommen. Die Stärke von Elevator ist es, mit einem begrenzten Budget viel gutes, qualitativ hochwertiges Programm zu senden. Das ist in einem so kleinen Markt wie der Schweiz grundsätzlich entscheidend.
Wie wird das Programm aussehen?
Auch zu den konkreten Programminhalten werden wir erst nach der Konzessionserteilung umfassend informieren. Wir werden uns an ein eher jüngeres Publikum richten und viel Interaktivität und Unterhaltung bieten.
Wieviele Personen sollen bei Elevator-TV arbeiten?
Nach der Konzessionserteilung werden wir in einem ersten Schritt rund 15 Personen engagieren. Bis dahin arbeiten lediglich Torsten Prenter in seiner Funktion als Programmchef und stellvertretender Geschäftsführer und ich als Geschäftsführer fest für das TV-Projekt. Dazu kommen diverse freie Mitarbeiter.
Wird der Sender "Elevator TV" heissen, oder "CH3" wie auch schon behauptet wurde?
Das Projekt heisst "Elevator TV". "CH3" ist eine der vielen Internet Domains, die wir vor einiger Zeit reserviert haben.
Sie befinden sich dem Vernehmen nach auf der Suche nach einem Vermarkter. Sind Sie schon fündig geworden?
Wir haben uns noch nicht definitiv entschieden. Die Evaluation ist aber schon weit fortgeschritten.
Mit einem Fahrstuhl geht es sehr schnell nach oben, aber ebenso schnell auch in den Keller. Weshalb, glauben Sie, hat Ihr Projekt Erfolgschancen?
Wir haben uns viel Zeit genommen den Schweizer Markt genau zu untersuchen und glauben, die richtige Nische gefunden zu haben.