Die Mitarbeiter von Axel Springer Schweiz sollen demnächtst von einer Erfolgsbeteiligung profitieren können. Dies kündigt Konzernchef Mathias Döpfner in einem Interview mit dem SonntagsBlick an. Döpfner nennt drei Feldern, in welchen Springer in der Schweiz aktiv sein will: Die Wirtschaftspublikationen, die Fernsehzeitschriften und das Verbraucher-Magazin "Beobachter". "Was zählt, ist nicht unsere absolute Grösse, sondern Marktführerschaft in bestimmten Segmenten", erklärt Döpfner.
Für den 44-Järhigen, der als Journalist früher für Schweizer Zeitungen geschrieben hatte, sind Gratiszeitungen "eine Übergangserscheinung auf dem Weg vom bezahlten Inhalt in einer gedruckten Zeitung hin zu dem durch Werbung finanzierten Inhalt im Internet". Er sei sich der Erfolgsstory der Gratiszeitungen in der Schweiz bewusst, aber insgesamt "skeptisch, was den nachhaltigen Erfolg betrifft". Von einer Lancierung eines Gratisblatts in Deutschland sieht Springer ab. Döpfner: "Wir sind gegen Gratiszeitungen", daher werde die Initiative nicht von Springer ausgehen. Man werde aber sehr entschieden reagieren, wenn es ein anderer probiere.
Döpfner will nichts von einer "Zeitungskrise" wissen. "Unsere Zeitungen sind profitabel wie nie. Unser Haus erwirtschaftet im vierten Jahr Rekord-Ergebnisse", sagt er gegenüber dem "SonntagsBlick. So konnte sich etwa die "Bild"-Zeitung zum dritten Mal in Folge betriebswirtschaftlich steigern -- und dies trotz rückläufiger Auflage. Man könne vieles tun, um mit einer Zeitungsmarke erfolgreicher sein, so Döpfner. Das Wichtigste sei aber der Journalismus: "Eine Zeitung wird gelesen wegen ihres Inhalts."