Wirft Iran und Syrien Signalstörungen vor

Rundfunkunion - Sender im Nahen Osten beeinträchtigt.

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) wirft Syrien und Iran vor, die Ausstrahlung internationaler Programme im Nahen Osten zu stören. Die Signalstörungen der Sender Deutsche Welle, BBC, France24 und Voice of America seien ein Angriff auf die Unabhängigkeit der Medien. Die "gezielten und zeitlich befristeten Signalüberschneidungen" seien aus Syrien und Iran gekommen, erklärte die EBU am Montag unter Berufung auf den Satellitenbetreiber Eutelsat.

Die EBU sieht demnach einen Zusammenhang zu der Abschaltung der Übertragung von 19 iranischen Programmen über den Satelliten Hotbird. Eutelsat und das britische Unternehmen Arqiva waren mit dieser Abschaltung Sanktionen der EU gegen den Iran nachgekommen. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Die Führungen in Damaskus und Teheran gelten als enge Verbündete.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Die Führungen in Damaskus und Teheran gelten als enge Verbündete. Die EBU verwies in ihrer Erklärung auf einen Bericht der Internationalen Telekommunikationsunion (ITU). Die ITU habe im Februar 2012 festgestellt, dass Iran in den vergangenen Jahren diverse Rundfunksender gezielt beeinträchtigt habe. Die EBU ist ein Interessenverband von Fernseh- und Radioanstalten aus 56 Ländern. (sda)