Kurt W. Zimmermann, Kolumnist bei der Bilanz, erhitzte vor rund einem halben Jahr die Gemüter mit der Behauptung, keine 40 Prozent der Wirtschaftsjournalisten seien im Stande, einen Jahresbericht detailkundig zu analysieren. Inzwischen hat er seine These mit einer Stichprobe zu untermauern versucht -- nicht ganz inkognito, machte doch die SonntagsZeitung, bei der "Zimmi" einst Chefredaktor war, vor Wochen die telefonischen Anfragen eines "Herrn Zimmermann" publik.
Das Ergebnis der Umfrage: 61 Prozent der 18 Befragten konnten offenbar keine Antwort auf die etwas verklausuliert vorgetragene Frage geben, ob ein Buchgewinn sich positiv auf das Jahresergebnis auswirke (Antwort: nein).
Etwas besser sind Zimmermanns Resultate bei Finanzanalysten: Bei der im Kern gleichen Frage zeigten sich 30 Prozent als nicht sattelfest. Dadurch, so Zimmermann, werden Wirtschaftsinformationen unzuverlässig und sprunghaft. Mangelnde Verlässlichkeit in der Information aber sei für jedes Wirtschaftsgebilde Gift.