Wissenschaftsjournalisten seien nicht nur Sprachrohre der Forscher, erklärte der Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalisten (SKWJ) am Donnerstag. Hierfür will sich der erneuerte Vorstand des Klubs einsetzen, der seit 1986 erstmals wieder unter Westschweizer Leitung steht. Der Klub werde sich weiterhin dafür stark machen, dass der Wissenschaftsjournalismus den Wissenschaftsbetrieb mit einer gesunden Skepsis begleite und seine Unabhängigkeit wahre, erklärte Olivier Dessibourg, Ressortleiter "Wissenschaft und Umwelt" bei der Tageszeitung "Le Temps" in Genf in einem Communiqué. Er wurde an der Generalversammlung am 15. Juni in Bern zum neuen Präsidenten des SKWJ gewählt.
Weiter strebe er eine engere Zusammenarbeit von West- und Deutschschweizer Mitgliedern an, sagte Dessibourg. Die abtretende Präsidentin und freie Journalistin Irène Dietschi fügte an: "Dank zahlreicher Neumitglieder aus der Westschweiz seit 2009 ist der SKWJ ein Verein mit wirklich nationaler Ausstrahlung geworden."Ausserdem will Dessibourg die Wahrnehmung des SKWJ in der Öffentlichkeit erhöhen sowie verstärkt mit Partnervereinigungen aus Deutschland und Frankreich zusammenarbeiten. Der Klub wurde 1974 mit dem Ziel gegründet, die Schweizer Wissenschaftsjournalisten zu vernetzen. Er hat heute 370 Mitglieder, davon sind zwei Drittel Journalisten, die hauptberuflich Wissenschaftsthemen bearbeiten. Dem Klub gehören zudem 130 ausserordentliche Mitglieder aus dem Kommunikationsbereich sowie rund 20 Gönner aus Medien, Akademie und Wirtschaft an. (sda)